Praxisnetz niedergelassener
internistischer Rheumatologen Westfalen Lippe

Lieber informierter Patient, liebe Kollegin, lieber Kollege,

hier finden Sie Fachartikel zu ausgesuchten Themen. Sollten Sie spezielle Wünsche zu einem rheumatologischen Thema haben, wenden Sie sich bitte an die in der Rubrik "Kontakt" angegebenen Adresse. Wir werden versuchen, das gewünschte Thema zeitnah zu bearbeiten.

Rheumatelegramm 2007

Informationen zur Früharthritis-Sprechstunde mit Vorlage eines Anmeldefaxes


Liebe Kollegin, lieber Kollege,
im November 2003 wurde das „RheumaNetz WL“ als Kooperationsmodell der internistischrheumatologischen Schwerpunktpraxen in Westfalen-Lippe gegründet.
Ziel dieses Netzes ist es, die Versorgung rheumakranker Patienten in unserer Region zu verbessern.

Dabei möchten wir insbesondere die Zusammenarbeit der Schwerpunktpraxen mit den zuweisenden Ärzten intensivieren. Das "Rheuma-Telegramm" soll Sie hierbei in kompakter Form über praxisrelevante Standards in der Rheumatologie informieren.
 
Auf gute Zusammenarbeit
Ihr RheumaNetz WL 

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Familienplanung und Rheuma

Dr. sc. med. Peter Funke
 

Grundsätzlich, eine  rheumatische Erkrankung  schließt  Fortpflanzung nicht aus, - obschon in jedem Fall spezielle Beratung und Vorkehrungen ratsam sind.

 

Eine häufig gestellte Frage besorgter (Groß-)Eltern oder junger Leute ist, ob Rheuma erblich sei. Definitiv ist das nicht zu beantworten. So gibt es „Rheumatikersippen", in denen immer wieder die gleiche oder eine andere rheumatische Erkrankung vorkommt. So kann in einer Sippe, die das Gewebemerkmal HLAB 27 vererbt, der Morbus Bechterew gehäuft vorkommen, das muss aber nicht so sein! Umgekehrt, gibt es Patienten mit Morbus Bechterew, die das Merkmal HLA B 27 nicht tragen. Ein anderes Beispiel, kommt Psoriasis in einer Sippe gehäuft vor, kann, muss nicht, die Spondyloarthtitis psoriatica vererbt werden. Kurzum, es gibt keine definitiven Daten, die eine verlässliche Prognose erlaubten.

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Glucocorticoide bei Rheuma

 

Dr. med. Claas Fendler und Dipl.-Biol. Dr.med. Elmar Schmitz-Bortz

 

 

Einleitung

Die Glucocorticoide sind bei der Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen weitverbreitet und oft unverzichtbar. Gerade in der Rheumatologie haben sie auch nach 50 Jahren einen sehr hohen Stellenwert (Laan et al.1999, Schneider et al. 2005), da sie mit ihrer antientzündlichen Potenz und dem schnellen Wirkeintritt auch durch modernere Substanzen bisher nicht zu ersetzen sind (Gotzsche et al.1998).

Leider bestehen aber, sowohl beim Patienten, wie beim behandelnden Arzt, aus Angst vor Nebenwirkungen oft große Bedenken gegen den Glucocorticoideinsatz. Ziel dieses Artikels soll eine Übersicht über den rationalen Einsatz von Glucocorticoiden in der Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen sein. Dabei werden einleitend Physiologie, Wirkmechanismen, die wichtigsten Nebenwirkungen und danach der spezielle Einsatz bei bestimmten Krankheiten besprochen.
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Konventionelle Basistherapeutika

Konventionelle Basistherapie entzündlich rheumatischer Erkrankungen

F. Dybowski, D. Krause

Chronische entzündliche Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind immunologisch vermittelte Systemerkrankungen, welche einer frühzeitigen und effektiven krankheitsmodulierenden Behandlung bedürfen. Durch die frühzeitige Behandlung der systemischen Inflammation werden im Verlauf der Erkrankung Strukturschäden an Gelenken sowie Folgeerkrankungen an anderen Organsystemen verzögert oder sogar verhindert. Hierdurch wird die Prognose dieser Erkrankungen, die häufig von Funktionsverlust und Invalidität sowie einer gesteigerten Sterblichkeit getrübt wird, verbessert.
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Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) und Magen-/Darmtrakt.

 
NSAR sind die in der Rheumatologie am häufigsten verwendeten Medikamente. Sie werden eingesetzt bei Patienten mit Schmerzen im Rahmen einer chronischen Polyarthritis oder auch einer Arthrose. Des Weiteren werden sie zur Behandlung von Schmerzzuständen im Rahmen einer ankylosierten Spondylitis, der schmerzhaften Schulter sowie eines akuten Gichtanfalls benutzt. Zusätzlich besteht eine Indikation bei der primären Dysmenorrhoe.
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